Delegation

Hast Du Aufgaben, die Du gerne abgeben möchtest?

Bist Du unsicher, wer (außer Dir) diese Aufgaben am besten bearbeiten kann?
Empfindest Du Gehälter für Mitarbeiter als finanzielle Last?

Die Eliminierung und Automatisierung von Aufgaben führt dazu, dass viele Dinge wegfallen, die vorher händisch bearbeitet werden mussten. Insbesondere sich wiederholende und ähnliche Aufgaben lassen sich gut eliminieren und automatisieren. Aber es gibt einige Aufgaben, bei denen ein manueller Eingriff erforderlich ist, weil sie einzigartig sind oder es im Vorfeld kein klares Ergebnis gibt.

Natürlich wäre es ein leichtes zu sagen „Na gut, dann mache ich das eben schnell selbst“. Da Deine Zeit als Unternehmer oder Selbständiger aber am kostbarsten ist und optimalerweise nur in Unternehmeraufgaben oder strategische Überlegungen investiert werden sollte, stellt sich die Frage, ob es jemand anderes gibt, der diese Aufgabe übernehmen kann.

Ich kenne viele Unternehmer, die einen sehr hohen Qualitätsanspruch an sich selbst haben und denen es sehr schwer fällt, die Arbeitsergebnisse anderer zu akzeptieren. Fast niemand kann es ihnen recht machen. Bevor sie Aufgaben delegieren, erledigen sie sie wirklich lieber selbst. Damit sind sie prädestiniert, in die Falle der Überlastung durch operative Aufgaben und Verwaltungsarbeiten zu geraten. Wer sich viel um dringende Aufgaben kümmert, hat wenig Zeit und Muße, sich um die wichtigen Aufgaben zu kümmern, die das Unternehmen schneller weiter voranbringen.

In dieser Ansicht ist jedoch auch viel Potential verborgen. Einer meiner Grundsätze ist, Aufgaben nur an absolute Experten zu delegieren, die in ihrem Fachgebiet deutlich besser sind als ich. Dem ein oder anderen mag diese Ansicht am Ego kratzen. Aus meiner Sicht ist es aber gar nicht möglich, in allen Unternehmensbereichen Spitzenleistungen zu erbringen. Ich als Unternehmer sehe mich mehr als Dirigent, der Top-Leute aus allen Fachbereichen zusammenbringt und gemeinsam synchronisiert und in die von mir gewünschte Richtung lenkt.

Diese Ansicht stößt meistens auf einen weiteren Engpass – nämlich den der Finanzen. Spitzenleute verdienen am Markt natürlich auch Spitzengehälter – und diese schlagen speziell bei kleinen Unternehmen aufs Budget.

Eine gute Lösung, die beide Aspekte vereint kann die punktuelle Beschäftigung auf Auftragsbasis sein. Einzelne Aufgaben fallen nicht dauerhaft, sondern nur temporär an. Daher lohnt es sich manchmal nicht, einen Experten dauerhaft anzustellen. Eine kurzfristige Beauftragung kann daher schnell gute Ergebnisse zu moderaten Kosten bringen. Und die danach anfallenden Alltagsaufgaben kann dann ein weniger qualifizierter Mitarbeiter abarbeiten, der ein geringeres Gehalt erhält.

Beispiel:
Kürzlich hatten wir kleinen Streitpunkt mit einem anderen Unternehmen. Obwohl wir als Unternehmer eine rechtliche Grundbildung haben, konnten wir selbst diesen Punkt nicht klären. Auch haben wir keinen festangestellten Mitarbeiter für Rechtsfragen. Also haben wir einen sehr guten Anwalt dieser Fachrichtung beauftragt, der einen sehr hohen Stundensatz von 300 EUR hatte. Da er aber ein absoluter Experte auf seine Gebiet war, benötigte er nur zwei Stunden Arbeit, um die Angelegenheit zu unseren Gunsten zu entscheiden, so dass wir in Summe nur 600 EUR gezahlt und damit ein perfektes Ergebnis erzielt haben.

In der nachfolgenden Podcast-Folge gehe ich umfangreicher auf die verschiedenen Formen der Delegierung ein:

Welche Aufgaben delegierst Du und an wen?
Welche anderen Aufgaben würdest Du gerne loswerden?

Ich freue ich auf Deine Antworten im Kommentarbereich.

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